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Artikel der Woche
Breitband und Stadtwerke
Die Glasfaser erobert Stadt und Land
Geschäftsfeld mit Zukunft. Aber nicht mit der linken Hand zu schaffen. Beispiel Lindau
Pressemeldung der Stadtwerke-München-Tochter M-Net vom 7. Dez. 2011: „Die Universitätsstadt Erlangen ist auf dem besten Weg ins Glasfaser-Zeitalter. Nach der in diesen Tagen realisierten erfolgreichen Anbindung von rd. 5000 Wohneinheiten an das neue Glasfasernetz in Erlangen stehen die Partner Stadtwerke Erlangen AG (ESTW) sowie M-Net nun vor dem nächsten – noch ambitionierteren – Ausbauschritt“, gibt der Telefon- und Internetanbieter bekannt. Verträge für den Anschluss weiterer rd. 10 000 Wohnungen im Stadtgebiet sind unterzeichnet. Das fränkische Erlangen ist aber nur ein Beispiel: Das „Glas“ erobert eine Stadt nach der anderen, und sehr häufig sind die kommunalen Unternehmen vorne dabei. Hohe Bandbreiten für Internet und Telekommunikation sind eben nachgefragt, vor allem bei den Geschäftskunden. Die Daten, die Regierungsdirektor Frank Krüger vom Bundeswirtschaftministerium nach Lindau zu den 1. Süddeutschen Breitbandtagen des BDEW Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft mitbrachte, zeigen es deutlich: Die Zahl der „schnellen“ Anschlüsse stieg von 1,9 Mio. 2001 auf 26,2 Mio. 2010, darunter bereits 3,2 Mio. per Lichtwellenleiter.
Anstoß
Ein Jahr der Entscheidungen
von Michael Nallinger
Wenn man die Messlatte nur niedrig genug hängt, erscheint schon der geringste Ausschlag nach oben als besonderes Ereignis. Dieser Logik folgten die Geschehnisse der Weltklimakonferenz in Durban Anfang Dezember. Da im Vorfeld vielfach von einem Scheitern geredet wurde, lassen die mageren, wenig verbindlichen Ergebnisse zumindest etwas Raum für ein gutes Gefühl. Mittlerweile ist das Thema nicht einmal mehr eine Randerscheinung der Tagespolitik. Das macht es erforderlich, die Ergebnisse noch einmal hervorzuholen: Bis 2015 will man einen Klimavertrag aushandeln. Fest steht nur, dass die Verhandlungen in der ersten Jahreshälfte 2012 beginnen sollen. Mit einem solch schwachen Klimavertrag werde das Zwei-Grad-Ziel nicht mehr zu erreichen sein, konstatierte hinterher ein frustrierter Experte. Sicherlich auch unter dem Eindruck, dass nacheinander Kanada, Russland und Japan aus dem verbindlichen Kyoto-Protokoll ausstiegen.
